Warum nur? Alle Nachbarn schauten weg!?
Teddy musste für die Ignoranz der Menschen mit dem Leben bezahlen.
An einer vielgenutzten Tankstelle in der Bruchstraße in Olpe wurde Teddy gefunden. Irgendwie hat er es geschafft sich aus seinem schlechten Zuhause zu entfernen. Ein sofort herbeigerufener Mitarbeiter des Ordnungsamtes und auch wir konnten nicht glauben was wir da zu sehen bekamen.

Das Ordnungsamt brachte uns Teddy damit wir uns um ihn kümmern. Teddy bot ein Bild des Grauens. Selbst uns, die wir ja mit vielen geschundenen Tieren in Kontakt kommen, verschlug es die Sprache. Aus trüben, leeren Augen schaute uns Teddy hilflos an. Er konnte vor Schwäche nicht mehr auf seinen Beinen stehen, war abgemagert bis auf die Knochen. Sein Fell war glanzlos und mit Wunden übersät. Wer war hierfür verantwortlich? Wer kann so etwas einem Tier in unserer Stadt antuen?
Natürlich kümmerten wir uns sofort um den armen Hund. Es war schnell klar, daß Teddy keinesfalls im Tierheim bleiben konnte, da er hier nicht die für ihn jetzt überlebenswichtige 24 Stunden alleinige Betreuung und Pflege bekommen konnte. Eine erfahrene Pflegestelle stellte sich dieser schwierigen und arbeitsintensiven Aufgabe. Teddy wurde umgehend dem Tierarzt vorgestellt. Auch die behandelnde Tierärztin war fassungslos über den erbärmlichen Zustand des Hundes. Medizinische Sofortmaßnahmen wurden eingeleitet um den Zustand des Tieres zu stabilisieren. Schon jetzt wurde klar, dass Teddys Leben am seidenen Faden hängt. Der Besitzer hat ihn wochenlang hungern lassen. Die Blutwerte zeigten was alle schon ahnten. Teddys Körper hatte alle Reserven aufgebraucht und die inneren Organe wie Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Funktion zum Teil schon eingestellt. Uns blieb nur eins: Daumen drücken und hoffen.
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